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Wolfgang Borchert (1921-1947) war deutscher Schriftsteller und trotz eines Werks geringeren Umfangs prominentester Vertreter der Trümmerliteratur nach dem 2. Weltkrieg (Wikipedia).

Dann gibt es nur eins

[8:43] Entstanden ist das Manifest Dann gibt es nur eins wenige Wochen vor Borcherts Tod. Ursprünglich sollte es der Prolog eines Hörspiels sein, das dann aber nicht vollendet werden konnte. An seinem Todestag wurde der Text von Hans Quest im Rundfunk vorgetragen. Er gilt als Borcherts Vermächtnis.


Es handelt sich um das letzte Video, daß ich mit der Version 0.7 meiner Software erstellt habe. Allerdings mutet er bereits nach der neuen Version an, so zum Beispiel mit der neu gestalteten Textmarke auf dem Titelbild.

Ich finde den Text einerseits sehr beeindruckend, andererseits als zu laut und zu theatralisch. Um das sowohl aufzugreifen als auch zu konterkarieren, habe ich ihn durchgängig geflüstert. Zudem hat mich das Flüstern eines Kindes in Konstantin Lopuschanskis Briefe eines Toten (1986) beeinflußt. Es ertönt, während die Welt durch Atomwaffen verwüstet wird.

Gesetzt ist er in der Yanone Tagesschrift von Jan Gerner, die im Rahmen eines Seminars an einem einzigen Tag entstanden ist. Ich finde, das Ungeschliffene paßt sehr gut zur Stimmung des Textes, nicht weil dieser etwa ungeschliffen wäre, er ist es für meinen Geschmack vielleicht sogar zu sehr, sondern weil er von einer apokalyptischen Vision und einer Welt in Trümmern erzählt.

Marcus Daniel Cremer (27. August 2019)